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Pizzastein Anleitung – So wird dein Backofen zum italienischen Steinofen

Du hast dir vermutlich einen Pizzastein gekauft und suchst jetzt nach der passenden Pizzastein Anleitung.  Doch auch wenn du noch keinen heißen Stein besitzt, wird dir dieser Ratgeber viele interessante Erkenntnisse leifern.

In dieser Pizzastein Anleitung erfährst Du, wie Du den Pizzastein benutzen solltest, wie das Aufheizen funktioniert, worauf Du bei der Pizza Zubereitung unbedingt achten solltest und wie Du die rohe Pizza auf den heißen Stein bekommst! Also lass uns richtig gute Pizza backen und sofort starten!

Pizzastein Anleitung
Leckere Salami Pizza direkt vom Pizzastein

Pizzastein Anleitung in Kürze

Schritt 1 – Reinigung: Reinige den Pizzastein vor der ersten Benutzung von möglichen Verpackungs- oder Produktionsresten.

Schritt 2 – Anwendung: Möchtest du den Pizzastein auf dem Grill oder im Backofen nutzen?

Schritt 3 – Vorheizen: Heize den Pizzastein bei Ober-/Unterhitze auf einem Gitterrost auf die höchstmögliche Temperatur vor.

Schritt 4 – Zubereitung: Forme aus dem frischen Pizzateig eine runde Pizza und belege sie mit den Zutaten deiner Wahl.

Schritt 5 – Pizza auf den Pizzastein: Bereite die rohe Pizza direkt auf deiner Pizzaschaufel zu. So bekommst du sie ganz einfach auf den heißen Stein.

Schritt 6 – Backzeit: Bei 250°C ist deine Pizza nach ungefähr 8-12 Minuten fertig.

Schritt 7 – Genießen: Hole die fertige Pizza mit der Pizzaschaufel aus dem Ofen. Du kannst sie mit frischem Basilikum oder Olivenöl garnieren.

Schritt 1: Bevor Du den Pizzastein benutzen solltest

Sobald du in einen Pizzastein investiert hast (Was du unbedingt tun solltest, wenn du selbstgemachte Pizza backen willst) und ihn das erste Mal auspackst, solltest du Ihn kurz reinigen. Wir haben einen kompletten Blog-Artikel über die Pizzastein Reinigung geschrieben, aber hier das Wichtigste:

Auch wenn der Pizzastein frisch aus der Verpackung kommt können trotzdem Überreste der Produktion oder der Verpackung an ihm haften. Auch wenn du es mit dem bloßen Auge nicht sehen kannst. Daher empfiehlt es sich den Stein mit einem feuchten Lappen abzuwischen, um mögliche Rückstände zu entfernen.

Danach kannst du den Pizzastein im Ofen einmal auf die höchste Temperatur aufheizen, um alle möglichen Rückstände zu eliminieren.

Schritt 2: Pizzastein Anwendung im Grill & Backofen

Das geniale an einem Pizzastein ist, dass du Ihn nicht nur im Backofen, sondern vor allem auch auf einem Gas- oder Holzkohlegrill einsetzen kannst. Zum Thema Pizzastein Grill haben wir einen eigenen Artikel verfasst, da sich die Anwendung noch einmal von der im Backofen unterscheidet. In dieser Pizzastein Anleitung soll es vor allem um die Pizzastein Anwendung im Backofen gehen. Lass mich Dir aber versprechen, dass der Pizzastein auf dem Grill eine richtig gute Figur macht!

Mit dem entsprechenden Grill erreichst du höhere Temperaturen als im Backofen. Dadurch kannst du auf dem Grill sogar noch bessere Pizza als im Backofen machen. Wenn Dich das Thema interessiert, geht es hier zu unserer Pizzastein Grill Anleitung.

Pizzastein Anwendung
Pizzastein auf dem Gasgrill.

Schritt 3: Pizzastein vorheizen

Nun geht es aber ans Eingemachte! Wenn du den Pizzastein benutzen möchtest, solltest du Ihn auf die untere oder mittlere Schiene in deinem Backofen legen noch während er kalt ist. Der Pizzastein liegt idealerweise auf einem Gitter, da die Luft dann besser zirkulieren kann. Somit heizt der Stein schön gleichmäßig durch.

Nun kannst du den Backofen schließen und mit Umluft-Funktion auf die höchste Temperatur stellen. Kurzer Spoiler: Beim Pizza backen solltest du den Ofen auf Ober-/Unterhitze stellen.

Solltest Du immer die höchstmögliche Temperatur wählen? Ja! Denn wie bereits erwähnt werden echte Pizzaöfen bis zu 450°C heiß. Je heißer der Ofen ist, desto besser für deine Pizza. Je nach Temperatur verändert sich nur die Backzeit. Aber dazu später mehr!

Plane unbedingt genügend Zeit für die Aufheizphase des Steines ein, damit er die angestrebte Temperatur vollständig annehmen kann. Dadurch werden deine Resultate später noch besser. Um einen 1,1cm dicken Cordierit-Pizzastein von Beginn an auf 250°C aufzuheizen solltest du circa 30 Minuten einplanen. In unserem Artikel über Pizzastein-Materialien erfährst Du mehr über das Aufheizverhalten.

Pizzastein benutzen
Neuer glasierter Pizzastein beim Aufheizen im Ofen.

Schritt 4: Zubereitung der Pizza

Nun kommt der zweite entscheidende Faktor auf dem Weg zur italienischen Pizza im heimischen Backofen: Natürlich die Zubereitung der Pizza! Um diese kannst du dich entspannt kümmern, während der Pizzastein im Ofen vorheizt.

Der perfekte Pizzateig

Wie bereits erwähnt ist der richtige Pizzateig ein ausschlaggebender Faktor für den Erfolg beim Pizza backen. Es gibt unzählige verschiedene Pizzateig Rezepte. Und jeder behauptet, dass seines das beste ist.

Manche Rezepturen sind schwieriger zu verarbeiten als andere, da sie einen höheren Flüssigkeitsanteil aufweisen. Dadurch wird der Teig klebriger, was die Verarbeitung erschwert.

Hier findest Du eine komplette Schritt-für-Schritt Anleitung für den perfekten Einsteiger-Pizzateig. Er ist besonders lecker und gleichzeitig einfach in der Handhabung.

Für dieses Rezept benötigst Du folgende Zutaten für 2 Pizzen:

  • 400g Mehl (Typ 00 oder 405)
  • 250ml Wasser
  • 12g Salz
  • 4g Frischhefe
  • 5g Zucker
  • 1 EL Olivenöl

Beachte unbedingt, dass Du den Teig am Vortag zubereiten solltest, damit er ausreichend Zeit hat aufzugehen. Außerdem empfiehlt es sich, den Pizzateig bereits fertig portioniert in Form von Kugeln zu lagern. Dadurch ist das Ausbreiten deutlich einfacher.

Was dir ein Pizzabäcker Neapels niemals verraten würden:

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Die optimale Zubereitung

Der Pizzastein liegt also im Ofen und Du hast eine portionierte Teigkugel für eine Pizza vor Dir liegen. Du kannst den Teig nun vorsichtig mit deinen Fingerspitzen auseinander drücken und damit schrittweise die runde Form erzeugen.

Pizzastein benutzen
Der Teig wird mit den Fingerspitzen in eine runde Form gedrückt.

Wenn der Teig ausreichend groß ist, kannst du ihn mit der Tomatensoße bestreichen. Hier findest du das Rezept für die leckerste Pizzasoße nach dem Vorbild Neapels.

Pizzastein Zubereitung
Zuerst die Tomatensoße, dann den Käse und zum Schluss den Belag auf die Pizza legen.

Nun kommt zuerst der Käse auf die Pizza. Am besten eignet sich hierfür Mozzarella. Du kannst aber auch jeden anderen Käse benutzen, den du gerne isst. Erst nach dem Käse solltest du den eigentlichen Belag auf die Pizza tun.

Schritt 5: Rohe Pizza auf den Pizzastein

Nun kommt der fehleranfälligste Part: Die Beförderung der rohen Pizza auf den Pizzastein. Viele scheuen sich vor dieser Aufgabe, da sie Angst haben, die Pizza zu zerstören. Mit ein paar Tipps ist es aber ganz einfach.

Für die Beförderung benötigst du optimalerweise eine Pizzaschaufel. Diese gibt es sowohl aus Holz aber auch als Metall mit einem Holzgriff. Beide Varianten eignen sich ideal, um die Pizza auf den heißen Stein zu befördern.

Tipp: Damit die Pizza nicht an der Schaufel kleben bleibt solltest du sie großzügig mit Mehl oder Hartweizengrieß bestreuen. Benutze außerdem ausreichend Mehl beim Ausbreiten des Pizzateiges, sodass dieser nicht zu feucht ist.

Wie kommt die Pizza auf die Schaufel?

Die einfachste Variante ist es, den Teig nach dem Ausbreiten direkt auf die Schaufel zu legen. Dort kannst du nun die Tomatensoße auftragen und die Pizza ohne Probleme belegen. Diese Variante ist für Anfänger am einfachsten. Beeile dich aber etwas bei der Zubereitung, da die rohe Pizza nur wenige Minuten auf der Schaufel liegen sollte. Ansonsten weicht die Pizza immer weiter durch und klebt dann schließlich doch fest.

Wer schon etwas geübter ist kann die Pizza auch komplett auf einer flachen Oberfläche zubereiten. Dann wird die Schaufel bemehlt und die Pizza mit einem schnellen Vorwärtsschub auf die Schaufel befördert. Hierbei kann es aber auch zu Problemen kommen, wenn der Teig nicht optimal verarbeitet wurde. Daher empfehle ich Dir die erste Variante direkt auf der Schaufel.

Am einfachsten ist es, die rohe Pizza direkt auf der Schaufel zu belegen.

Pizza auf den heißen Stein schieben

Nun hast du die rohe Pizza auf der Pizzaschaufel und kannst dich vor deinem Backofen positionieren. Mit der linken Hand öffnest Du nun den Backofen, während Du die Schaufel fest in der rechten Hand hältst. Jetzt setzt du die Pizzaschaufel ganz hinten im Ofen auf dem Pizzastein ab. Mit leichten Links-Rechts-Bewegungen probierst Du nun die Pizza von der Schaufel gleiten zu lassen.

Sobald die Pizza sich das erste Mal gelöst hat, bewegst du die Schaufel langsam weiter nach vorne und behältst die Wackelbewegung bei. Nun gleitet die Pizza schrittweise auf den Stein. Schließe den Ofen wieder und stelle dir einen Timer, damit Du weißt, wie lange deine Pizza nun im Ofen ist.

Beförderung der rohen Pizza auf den Pizzastein.

Grundsätzlich sollte dieser Prozess so schnell wie möglich erfolgen und nur wenige Sekunden in Anspruch nehmen. Mit jeder weiteren Sekunde entweicht mehr Hitze aus dem Backofen. Doch besonders am Anfang solltest Du dich davon nicht beeinflussen lassen und dir viel Zeit nehmen.

Manchmal löst sich die Pizza nicht direkt von der Schaufel oder Du fühlst dich noch nicht so vertraut mit dem Unterfangen. Nimm dir genügend Zeit und lass dich nicht stressen, falls die Pizza sich nicht sofort löst.

Alternativen zur Pizzaschaufel

Was aber, wenn du keine Pizzaschaufel hast? Dann solltest du darüber nachdenken Dir eine zuzulegen, da sie meistens nicht besonders teuer, aber dafür sehr hilfreich sind. Als Alternative kannst du ein umgedrehtes Backblech oder Schneidebrett benutzen. Aber auch ein Stück Holz oder sogar ein festes Stück Pappe eignet sich, um die Pizza auf den Stein zu befördern.

Es sei aber gesagt, dass diese Alternativen die Beförderung nicht unbedingt einfacher und erst recht nicht stressfreier machen. Im Idealfall ist aber in deinem Pizzastein Set eine passende Schaufel bereits enthalten.

Schritt 6: Wann ist die Pizza fertig?

Die Backzeit deiner Pizza ist von zwei Dingen abhängig: Temperatur des Ofens und Dicke der Pizza. Daher kann ich Dir keine pauschale Antwort auf diese Frage geben. Mit der Zeit wirst du ein Gefühl dafür entwickeln, wie lange die Pizza in deinem Ofen braucht.

Backzeit: Bei einem 250°C heißen Backofen liegt die Backzeit in der Regel zwischen 8-12 Minuten. Bei 300°C kommst Du schon mit 6-7 Minuten aus. Und bei 350°C (Das erreichen nur spezielle Pizzaöfen) genügen meist schon 5-6 Minuten.

Entwickele ein Verständnis, worauf es ankommt

Beim Garprozess der Pizza kommt es auf zwei Dinge an: Einerseits das Durchbacken des Teiges und andererseits das Zerlaufen des Käses. Der Teig soll durchbacken und leicht braun werden. Gleichzeitig soll der Käse zerlaufen.

Meistens braucht der Käse nicht so lange wie der Teig. Wenn der bereits zerlaufene Käse aber weiterhin im Backofen bleibt fängt er an auszutrocknen. Das erkennt man daran, dass sich auf dem Käse langsam Bläschen bilden und er knusprig wird.

Das Problem der „geringen“ Temperatur des Backofens ist, dass der Käse meistens schon geschmolzen ist, während der Teig aber noch länger backen muss. Dadurch trocknet der Käse immer ein bisschen aus. Achte beim Backen also darauf, dass du die perfekte Balance zwischen Käse und Rand findest.

Pizzabäcker-Tipp: Backe die Pizza so kurz wie möglich, damit der Käse nicht austrocknet, aber solange wie nötig, damit der Rand und der Boden knusprig werden.

Schritt 7: Pizza aus dem Ofen holen und servieren

Wenn die Pizza fertig ist kommt wieder deine Pizzaschaufel zum Einsatz. Du kannst die fertig gebackene Pizza nun mit einem schnellen Ruck direkt auf die Schaufel befördern. Die Pizza sollte in der Regel nicht an dem Pizzastein festkleben, da sich der Teig beim Backen von der Unterseite automatisch löst.

Pizzastein Anleitung für Backofen
Die fertige Pizza mit einem schnellen Ruck auf die Schaufel befördern.

Alternativ kannst du die Pizza auch ganz einfach mit einer Gabel auf einen Teller ziehen. Da die Pizza sehr knusprig sein wird, ist sie auch dementsprechend stabil.

Auf dem Teller kannst du die Pizza nun in mundgerechte Stücke teilen. Ich empfehle Dir außerdem die Pizza noch mit etwas Olivenöl oder frisch gehaktem Basilikum zu verfeinern. Diese Toppings kannst du ganz einfach auf der fertigen Pizza verteilen.

Und nun guten Appetit und herzlichen Glückwunsch zu Deiner ersten selbstgemachten italienischen Pizza!

Doch warum macht ein Pizzastein so einen großen Unterschied bei der Zubereitung?

Ein Pizzastein ist ein flacher Stein, der häufig aus Cordierit-Keramik oder Schamott-Stein besteht. Es gibt Pizzasteine in unterschiedlichsten Dicken und Formen. Die Dicke variiert häufig zwischen 1-4cm. Bei der Form unterscheidet man in der Regel zwischen rechteckigen und runden Steinen. Zusätzlich gibt es glasierte Pizzasteine mit einer beschichteten Oberfläche. Diese Modelle lassen sich besser reinigen.

Ein glasierter Pizzastein lässt sich durch die versiegelte Oberfläche besser reinigen.

Um zu verstehen, warum der Pizzastein so wichtig für die Zubereitung ist, sollten wir uns die Geheimnisse einer echten neapolitanischen Steinofen Pizza anschauen. Die zwei Schlüsselkomponenten sind einerseits der Teig und andererseits der Steinofen. Der Steinofen erreicht Temperaturen von 400-450°C, wodurch die Pizza innerhalb von 2-4 Minuten fertig gebacken ist.

Da die meisten Backöfen zuhause nur eine Temperatur von 250°C erreichen können, benutzen wir einen Pizzastein. Der Pizzastein speichert die Wärme des Backofens und gibt sie dann gleichmäßig an die Pizza ab. Damit erreichst Du zwar immer noch nur eine Maximaltemperatur von 250°C, aber diese kann besser gespeichert werden.

Allein wenn du den Backofen öffnest und die kalte Pizza in den Ofen schiebst geht viel Temperatur verloren. Einerseits entweicht die heiße Luft, andererseits kühlt auch die kalte frische Pizza den Ofen runter. Der Pizzastein hilft dabei, die Hitze besser zu speichern und dann zentriert an die rohe Pizza abzugeben.

Was dir ein Pizzabäcker Neapels niemals verraten würden:

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