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Unterschiedliche Kaffee Zubereitungsmethoden im Überblick

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French Press, Mokka-Kanne oder doch Siebträgermaschine – Welche Zubereitungsmethode ist die beste?

Wie wir ja alle wissen gibt es Kaffee nicht nur in allen möglichen Variationen – vom ausgeschiedenen Katzenkaffee bis hin zum „normalen“ Kaffee aus den Hochlanden Südamerikas, sondern auch in den unterschiedlichsten Zubereitungsvariationen. In diesem Blogartikel möchten wir Dir einen grundlegenden Überblick über die verschiedenen Methoden geben, kurz vorstellen, wie sie sich voneinander unterscheiden und damit vielleicht auch helfen, die richtige Kaffeemaschine zu finden.

Die grundlegendste aller Zubereitungsmethoden: Der Filterkaffee

Filterkaffee ist natürlich jedem ein Begriff. Kaffeepulver wird in einem Sieb gehäuft und mit heißem Wasser begossen, wodurch das Wasser die Aromen des Kaffeepulvers aufnimmt. Doch auch beim Filterkaffee gibt es bereits gewisse Qualitäts- und vor allem auch Ästhetik-Unterschiede. Angefangen vom absoluten Basic Plastikfilter, bis hin zur kunstvollen Glasfilterkaraffe, kann man auch Filterkaffee ganz unterschiedlich erleben.

Rein geschmacklich bietet der Filterkaffee wenig Möglichkeiten zur Optimierung. Man kann natürlich die Menge des Kaffees variieren und auch bessere Bohnen verwenden – aber der Zubereitungsprozess bleibt jeweils derselbe. Hier liegt natürlich auch der große Vorteil des Filterkaffees. Man kann den Kaffee einmal aufbrühen und muss sich anschließend nicht weiter darum kümmern als ihn zu trinken.

Die French Press – Kaffee mit der Stempelkanne

Eine French Press dürfte den meisten hier auch ein Begriff sein. Spätestens nachdem man ein Bild gesehen hat, wissen die meisten sicherlich, dass es sich dabei um eine weitere Kaffee Zubereitungsmethode handelt. Wie es der Name quasi schon verrät, wird der Kaffee bei der French Press in gewisser Weise gepresst. Kommen wir also zu der French Press Zubereitung:

Zunächst wird die French Press einfach nur mit Kaffeepulver befüllt. Anschließend wird es mit heißem Wasser begossen, sodass sich das Kaffeepulver mit dem Wasser zu einem leckeren Kaffee verbinden kann. Das Kaffeegemisch wird nun für kurze Zeit in Ruhe gelassen, damit der Kaffee auch das volle Aroma erhält. Aus diesem Grund ist der Kaffee aus der French Press meist ein wenig stärker im Geschmack als herkömmlicher Filterkaffee.

Im nächsten Schritt wird nun das Sieb wie ein Stempel nach unten gedrückt. Dabei wird das herumschwimmende Kaffeepulver gefiltert und an den Grund der French Press gedrückt. Und nun ist der Kaffee aus der fertig und kann serviert.

Für den perfekten Kaffee aus der French Press benötigst DU

Eine Wassertemperatur von ca. 96°C
Einen relativ groben Mahlgrad, etwas gröber als Salz
Pro Liter ca. 70g Kaffeepulver
Eine Brühzeit von Ca. 4 Minuten

Die Espresso-/Mokkakanne – Kaffee mit Tradition

Die Mokkakanne oder auch Espressokanne genannt, ist eine weitere sehr verbreitete Zubereitungsmethode. Mokkakannen bezaubern einfach mit ihrem klassischen zeitlosen Design. Man sieht sie wahrscheinlich auf jedem zweiten Instagram-Bild. Die Zubereitung mit der Mokkakanne ist ganz einfach aber faszinierend zugleich. Doch dazu kommen wir gleich…

Neben dem schicken Design muss man sagen, dass der Kaffee aus dem Espressokocher auch wirklich lecker ist. Auch hier wird der Kaffee etwas stärker als bei gewöhnlichem Filterkaffee. Grund dafür ist die geringere Wassermenge pro Gramm Kaffeemehl. Zwar gibt es sie in verschiedenen Größen aber in den meisten Fällen wird die Mokkakanne nur für eine kleine Kaffeemenge genutzt. Daher kommt wahrscheinlich auch der gängige Name „Espressokanne“. Einen echten Espresso vermag dieses kleine Gerät allerdings nicht zuzubereiten.

Ein echter Espresso wird mit sehr hohem Druck von ca. 8-10 Bar zubereitet. Eine Mokkakanne kommt da jedoch nicht ran. Aus diesem Grund besitzt der Kaffee aus einer Mokkakanne auch keine richtige Crema. Das gibt es nur bei der Siebträgermaschine und bei einem Kaffeevollautomaten.

Kommen wir zu der Mokkakannen-Zubereitung

Zunächst wird die Mokkakanne mit Wasser befüllt. Hier solltest DU darauf achten, dass das Wasser niemals über das Ventil steigt. Anschließend wird das Sieb eingesetzt und auch mit Kaffeepulver befüllt. Im nächsten Schritt wird noch der obere Teil der Mokkakanne aufgesetzt und alles zusammen auf die heiße Herdplatte gestellt.

Das Wasser im unteren Teil der Kanne wird nun stark erhitzt, sodass das Wasser verdampft. Durch den entstehenden Druck, steigt es durch das Kaffeepulver auf und fließt anschließend als fertiger Kaffee in den oberen Teil der Kanne. Mit diesem einzigartigen Prozess der Kaffeezubereitung hat die Mokkakanne irgendwie etwas faszinierendes. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum sie nie aus der Mode kommt.

Für die perfekte Zubereitung mit der Mokkakanne benötigst Du

Einen recht feinen Mahlgrad (feiner als bei der French Press aber gröber als der Siebträger)
Das Kaffeepulver immer bis zum Rand der Mokkakanne auffüllen und nach Möglichkeit ein wenig andrücken, damit der Wiederstand größer wird
Die Hitze der Herdplatte sollte nicht zu heiß sein, lieber auf mittlere Temperatur einstellen, da der Kaffee sonst verbrennt
Das Wasser wirklich nur bis zum Ventil befüllen

Die Siebträgermaschine – Italienische Espressomaschine für Zuhause

Der absolute Superstar der Kaffeemaschinen ist die Siebträgermaschine. Nicht umsonst gibt es einen eigenen Beruf nur für die Bedienung dieser Maschine – Den Barista. Die Zubereitung mit der Siebträgermaschine ist eine wahre Kunst. Und damit ist nicht nur das Malen mit dem Milchschaum – der sogenannten Latte Art gemeint. Auch die Zubereitung des Espressos erfordert viel Wissen und Übung, um einen wirklich guten Espresso zu zaubern.

Das liegt einfach an der komplexen Zusammensetzung der einzelnen Parameter, die einen guten Espresso ausmachen. Über die Zubereitung haben wir bereits einen separaten Blogartikel verfasst, in de Du alles Wichtige für die Zubereitung des perfekten Espressos lernen wirst. Hier würde das komplexe Thema ein bisschen zu kurz kommen

Die italienische Espressomaschine zeichnet sich genau dadurch aus – Die Liebe zum Kaffee. Hier wird der Kaffee noch manuell zubereitet und der Prozess der Zubereitung wird regelrecht gefeiert. Um eins jedoch vorweg zu nehmen: Mit ein bisschen Übung schafft es jeder, einen leckeren Espresso auch aus einer Einsteiger Siebträgermaschine zu zaubern. Man muss also nicht erst eine abgeschlossene Barista Ausbildung haben, um sich an die Zubereitung mit der Siebträgermaschine zu wagen. Gerade Einsteiger Espressomaschinen eignen sich hervorragend, um sich mit dem Thema vertraut zu machen und die Liebe für wirklich guten Kaffee zu entdecken.

Bei der Siebträgermaschine wird das Kaffeepulver in ein Sieb eingesetzt, welches anschließend in die Maschine eingespannt wird. Unter sehr hohem Druck wird dann das Wasser durch das Sieb gespült und heraus kommt ein haselnussbrauner Espresso. Was sich jetzt in der Theorie so einfach anhört, ist allerdings in der Praxis ein recht komplizierter Prozess mit mehreren Parametern, die exakt aufeinander abgestimmt werden müssen. Dafür erhält man aber die Königsklasse der Kaffeegetränke.

Eine Siebträgermaschine ist tatsächlich eine ganz andere Zubereitungsmethode als alle anderen. Denn hier steht die Zubereitung ganz klar im Fokus.

Wer also Lust hat sich ein bisschen mehr Arbeit zu machen und zu Belohnung wirklich leckeren Espresso, Latte Macchiato oder Cappuccino genießen möchte, der ist mit einer Einsteiger Espressomaschine sehr gut beraten!

Fazit: Was bleibt zu sagen?

Letzten Endes kommt es wie so oft auf die eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen an, welche Kaffeemaschine nun die richtige ist. Jede hat so Ihre Vor- und Nachteile. Wir als begeisterte Kaffeetrinker können nur zu einer Siebträgermaschine raten, da sie das Kaffeetrinken zu einem wahren Erlebnis werden lässt und man mit ihr ein regelrechtes Hobby dazugewinnen kann. Denn Kaffee sollte mehr sein als ein einfaches Aufputschmittel für den Morgen!

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